Foto: Gabriele Juvan ©
Samuel Kienle lebt und arbeitet in Karlsruhe und München. Seine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Malerei, Objekt und Installation. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, wie Materialien, Objekte und Räume Bedeutung erzeugen, Wirksamkeit entfalten und Wahrnehmung verändern.
Dabei untersucht er das Verhältnis zwischen der materiellen Präsenz von Dingen und den Bedeutungen, die ihnen durch menschliche Nutzung, Erfahrung und überliefertes Wissen in ihnen einschreiben und durch Wahrnehmung wieder aktiviert werden. Seine Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen unmittelbarer sinnlicher Erfahrung und erlernten Bedeutungen und fragen danach, welche Wirkung Material, Form und Farbe selbst entfalten und welche erst durch visuelle Codes, Symbole und kollektive Vorstellungen entsteht.
Die daraus entstehenden Arbeiten untersuchen nicht nur, was Objekte bedeuten, sondern auch, wie Bedeutung entsteht, vermittelt wird und wirksam werden kann. Sie erforschen das Spannungsverhältnis zwischen der unmittelbaren Wirkung von Material, Form und Farbe und den Bedeutungen, die sich durch gespeicherte Erfahrungen, gelernte Zusammenhänge und gesellschaftlich vermittelte Vorstellungen mit ihnen verbinden. Dabei bewegen sie sich zwischen Information und Erfahrung und untersuchen, wie Wahrnehmung und Wissen miteinander in Beziehung treten.