Meine Arbeit beschäftigt sich mit offenen Gefügen - mit Körpern, Materialien und Lebewesen, die nicht als abgeschlossene Einheiten Existieren, sondern durch ihre Beziehungen entstehen und sich gegenseitig hervorbringen.
Ausgehend von Körpern interessiert mich die Grenze zwischen dem Innen und dem Außen, zwischen dem vermeintlich Eigenen und dem, was ihm gegenüber steht. Die Haut bildet diese Grenze: Sie grenzt ab und schützt, bleibt aber zugleich durchlässig und in ständigem Austausch mit ihrer Umgebung. Der Körper erscheint als abgeschlossene Einheit und bildet damit die Grundlage für die Vorstellung eines eigenständigen Ichs. Gleichzeitig besteht er aus einem Zusammenspiel verschiedener Akteure und Beziehungen, die ihn ihm und auf ihm wirksam sind.
Mich interessiert, was sich verändert, wenn ein Gefüge nicht als abgeschlossenes Ganzes verstanden wird, sondern die Beziehungen seiner Akteure zum Ausgangspunkt werden. Das Verhältnis von Abgrenzung und Offenheit wird dabei fortwährend verhandelt.